Vom 12. bis 14. März 2025 fand in Göttingen die Tagung des Deutschen Verbandes Forstlicher Forschungsanstalten (DVFFA) zum Thema „Kohlenstoffbindung in Waldökosystemen und Holzprodukten“ statt. Rund 220 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz diskutierten den aktuellen Wissensstand, Grenzen und Handlungsmöglichkeiten für den Klimaschutz durch Kohlenstoffspeicherung in Wald, Boden und Holzprodukten.
Auch die Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz (FAWF) war mit mehreren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vertreten.
Dr. Janna Wambsganß war als Mitglied der Koordinierungsgruppe aktiv in die wissenschaftliche Organisation und in die Ausarbeitung der Abschlusspapiere eingebunden.
Im Mittelpunkt der Tagung standen aktuelle Forschungsergebnisse und Empfehlungen zur Rolle des Waldes im Klimaschutz. Zentrale Erkenntnisse waren u. a.:
- Die Kohlenstoffbindung von Wäldern und Holzprodukten ist ein wichtiger, aber begrenzter Beitrag zum Klimaschutz und mit Risiken durch Störungen behaftet.
- Angepasste, resiliente Mischwälder sind entscheidend, um künftige CO₂-Quellen zu vermeiden und die Speicherfunktion zu stabilisieren.
- Die Holznutzung bietet über Substitutionseffekte und Kaskadennutzung große Potenziale, erfordert aber klare Rahmenbedingungen.
- Kohlenstoffspeicherung darf nicht isoliert betrachtet werden, sondern muss im Kontext anderer Ökosystemleistungen und der Biodiversität stehen.
- Die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen müssen stärker auf langfristige Klimastabilität und nachhaltige Bewirtschaftung ausgerichtet werden.
Die 13 gemeinsamen Schlussfolgerungen der Leiterinnen und Leiter der forstlichen Forschungsanstalten sowie der Tagungsbericht in der AFZ-DerWald fassen die wichtigsten Ergebnisse zusammen:
Flyer „13 Schlussfolgerungen zur Kohlenstoffbindung“ (PDF)
AFZ-Artikel „Kohlenstoff im Fokus – Erkenntnisse und Empfehlungen der DVFFA-Tagung“ (PDF)