Waldzustandserhebung 2021

Waldzustandserhebung 2021, die Außenaufnahmen beginnen am 12. Juli in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. In den letzten Jahren wurde offenkundig, dass unser Wald dem dauerhaften, zunehmenden Stress immer weniger standhalten kann. Nach dem allgemeinen Niedergang der Vitalität führten im vergangenem Jahr Trocken- und Hitzestress im Verbund mit Borkenkäfern in etlichen Waldorten zu massiven Schäden in den Baumkronen bis hin zum Absterben einzelner Bäume oder gar ganzer Waldbestände. Ob diese Phänomene auf Extremstandorte und Fichtenwälder beschränkt bleiben oder alle Waldorte im Land betroffen sind, kann nur eine systematische, flächenrepräsentative Untersuchung wie die Waldzustandserhebung klären. Damit werden die für eine fachlich fundierte Diskussion erforderlichen, wissenschaftlich belastbare Fakten bereitgestellt.
Bei der ersten Erhebung 1984 stand die Erfassung der Schäden der Luftschadstoffeinträge und des „Sauren Regens“ in unseren Wäldern im Vordergrund. Es zeigte sich jedoch schnell, dass zur Beurteilung der Waldschäden möglichst umfangreich alle vom Menschen verursachten und von der Natur gegebene Belastungsfaktoren für den Wald berücksichtigt werden müssen. Neben den Luftschadstoffen beeinträchtigen beispielsweise auch Witterungsextreme, Insektenfraß und Pilzbefall unsere Wälder und die vielfältigen Waldfunktionen. In den letzten Jahren gewann der Einfluss des Klimawandels an Bedeutung. So wurde die Waldzustandserhebung im Laufe der Jahre immer weiterentwickelt und zu einem der umfangreichsten und langfristigsten Umweltmonitoringprogramme überhaupt.
Die Außenaufnahmen werden voraussichtlich bis zum 30. Juli abgeschlossen sein. Die Ergebnisse werden mit den Waldzustandsbericht Ende des Jahres vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität, der Öffentlichkeit vorgestellt.

Zu Beginn der Erhebung treffen sich die mit den Außenaufnahmen betrauten Forstleute um den Ablauf der Erhebung zu besprechen, sowie die Merkmale zur Beurteilung des Kronenzustandes bei den einzelnen Baumarten zu klären und einen gemeinsamen Beurteilungsmaßstab einzuüben. Insbesondere wird der Kronenzustand an Beispielsbäumen im Walde gemeinsam beurteilt. Auf diese Weise wird erreicht, dass die Erhebung einheitlich durchgeführt wird und die ermittelten Daten vergleichbar und aussagekräftig sind.