(Municipal wood small scale heating system)

Vor dem Hintergrund, dass in vielen Gemeinden kommunale und kirchliche Gebäude in enger Nachbarschaft beieinander stehen, war es das Ziel dieser Studie, die Energiebilanzen, wirtschaftlichen Aspekte, Wärmepreise und Empfindlichkeiten gegenüber Brennstoff-Preisänderungen von gemeinsamen Wärmeversorgungen unterschiedlicher Größe auf Erdgas bzw. Biomassebasis der herkömmlichen dezentralen Wärmeversorgung mit Erdgas-Niedertemperaturkesseln exemplarisch gegenüberzustellen.

Die Untersuchung macht deutlich, dass sich zentrale und dezentrale Wärmeversorgungen mit Erdgasfeuerungen weder hinsichtlich der Wärmepreise noch hinsichtlich des CO2-Ausstoßes deutlich voneinander unterscheiden. Auch Anlage mit Holzpellets und Hackschnitzeln lassen sich wirtschaftlich und ökologisch miteinander vergleichen.

Am konkreten Objekt würde erst ein großer Holznahwärmeverbund mit 11 kommunalen oder kirchlichen Gebäuden, die einen Gesamtwärmebedarf von über 500.000 kWhth / Jahr haben, die Wärme zu Preisen liefern, die mit dezentralen Erdgasfeuerungen konkurrieren können. Auf der anderen Seite helfen alle Biomasse-gestützten Wärmeversorgungen, ca. die Hälfte des CO2-Ausstoßes gegenüber herkömmlichen Erdgasheizungen einzusparen.

Ein kleineres Holznahwärmesystem, das ca. 250.000 kWhth/ Jahr liefern könnte, wäre dann im Vergleich zum Erdgas günstiger, wenn der Erdgasarbeitspreis um über 40 % steigen würde oder der Holzpelletpreis nicht höher als ca. 117,- € / t wäre. Demgegenüber wäre das 500.000 kWh-Holznahwärmesystem schon bei den aktuellen Brennstoffpreisen konkurrenzfähig, so dass die Betreiber selbst Waldhackschnitzel mit einem Preis von bis zu 15,3 € / srm verbrennen könnten. Solche Preise bewegen sich durchaus im oberen Bereich der aktuellen Holzhackschnitzelvergütungen.

Summary:

The objective of this study was to assess the feasibility of differently sized small scale district heatings on natural gasoline or fuel wood basis as compared to conventional decentralized gas heatings. There were no big differences between centralized and decentralized heatings in terms of heating costs and CO2 emissions. There was, however, a break even point between gas and fuel wood heating, when 11 buildings representing an energy demand of 500,000 kWhth / year were considered in the small scale district heating. On the other hand, biomass based heating systems save half the CO2 as compared to gas heatings. A 250,000 kWhth / year firewood small scale district heating will be competitive, when gas prices rise by 40 % or wood chip prices don’t exceed 117.- € / t. A 500,000 kWhth / year fire wood small scale district heating is even competitive with wood chip costs of 15.3 € / srm.

(Durchführung: Innovations- und Transferinstitut Bingen, Prof. Dr. R. Simon)

 

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