(Wood building an heating for a soccer training area)

Kaiserslautern als einer der Austragungsorte der Fußballweltmeisterschaft 2006 muss besondere FIFA-Umweltschutz-Anforderungen erfüllen. Deshalb war es Ziel dieser Studie, die Möglichkeiten zur umweltgerechten Optimierung des neuen Fußball-Trainingszentrums "Fröhnerhof" hinsichtlich des Dämmstandards der Kabinengebäude, einer Nahwärmeversorgung auf regenerativer Basis, der Brauchwarmwasserbereitung mittels Solarthermie, der Photovoltaik und der Grauwassernutzung ökonomisch und ökologisch zu untersuchen.

Die spezifischen Mehrkosten für eine Passivhaus-Aufrüstung des Kabinengebäudes liegen mit 8,6-11,6 ct / kWhth tiefer als der Wärmepreis von 13,7 ct / kWhth eines dezentralen Flüssiggas-Brennwertkessels. Vor allem Passivhaus-taugliche Fenster amortisieren sich durch Energieeinsparung in kurzer Zeit.

Das Kabinengebäude lässt sich durch eine Holzpelletfeuerung um ca. 12 % und der Rasen durch eine Wärmepumpe um ca. 7 % billiger als durch eine Flüssiggas-Brennwertfeuerung heizen. Eine holzpelletgestützte Nahwärmeversorgung für Kabinengebäude und Rasen ist mit einem Wärmepreis von 8,2 ct / kWhth deutlich günstiger als dezentrale Systeme mit Wärmepreisen von mindestens 9,6 ct / kWhth. Die Biomassefeuerungen sparen das meiste CO2.

Solarthermie lässt die Wärmepreise auf 13,1-13,7 ct / kWhth steigen. Eine Photovoltaikanlage amortisiert sich in ca. 20 Jahren. Grauwassernutzung spart 2-15 % Trinkwasser 2-13 % Abwasser.

(Durchführender: Innovations- und Transferinstitut Bingen GmbH, Prof. Dr. G. Schaumann)

 

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